Exkursion zur Firma DGT.

Im Rahmen eines Erasmus Projekts für Sport-Funktionäre hat das Präsidium des Landesverbandes Oberösterreich eine Exkursion zur Firma DGT gemacht. Der Hauptsitz von DGT befindet sich in Enschede, in den Niederlanden, nahe der deutschen Grenze.

Vertreten war das Präsidium durch Präsident Günter Mitterhuemer und die Vizepräsidenten Gerhard Riegler und Dietmar Hiermann. Die Anreise erfolgte mit dem Zug. Die Reise startete am Mittwoch, dem 25. Februar, früh morgens am Hauptbahnhof Linz. Trotz einiger Fahrplanänderungen und den damit verbundenen zusätzlichen Umstiegen kamen wir am Mittwochabend in Enschede an.

Nach dem Bezug unserer Unterkunft erkundeten wir den Stadtkern von Enschede bei einem Abendspaziergang. Was uns sofort auffiel: eine lebendige, vollständig autofreie Innenstadt, in der Fußgänger und Radfahrer das Straßenbild bestimmen. Hunderte von Gästen saßen in beheizten Schanigärten vor den zahlreichen Lokalen – das Nachtleben spielt sich hier ganz offensichtlich im Freien ab, und das zu jeder Jahreszeit.

Enschede ist ein großartiges Beispiel dafür, wie eine einladende, belebte Innenstadt aussehen kann. Es dauerte nicht lange, bis sich auch drei Österreicher unter die Gäste mischten.

Am Donnerstag stand der eigentliche Anlass unserer Reise auf dem Programm: der Besuch bei DGT. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln verlief – wie in den Niederlanden gewohnt – völlig reibungslos. Hier können wir uns etwas abschauen.

Bei DGT wurden wir herzlich empfangen. Der Leiter der Support-Abteilung führte uns durch das Unternehmen und ermöglichte uns, bei der Reparatur von DGT-Brettern direkt zuzusehen. Interessant zu erfahren: Die Bretter selbst werden in Indien produziert, die Endfertigung und Qualitätskontrolle erfolgen jedoch in Enschede. Die Uhren werden in China gefertigt. Von Enschede aus beliefert DGT Händler in mehr als 120 Ländern weltweit – ein beeindruckendes Unternehmen, das seinen globalen Anspruch deutlich unter Beweis stellt.

Nach der Exkursion genossen wir einen letzten Abend in den Gastgärten von Enschede, bevor wir am Freitag weiter nach Amsterdam reisten. Die niederländische Hauptstadt empfing uns mit ihrem unverwechselbaren Charme: ein weitgehend autofreies Zentrum, gesäumt von malerischen Grachten, Amsterdam lädt ein zum Spazieren gehen und Entdecken.

Unser erster Spaziergang führte uns, wie könnte es anders sein, zum Max Euwe Museum. Für Schachspieler ist der Besuch verpflichtend! Nach dem Max Euwe Museum nahmen wir uns selbstverständlich auch noch die Zeit für ausgedehnte Besichtigungstouren, eine Grachtenfahrt und ein Schnellschachturnier. Von großen sportlichen Erfolgen kann ich leider nicht berichten, aber ich darf nun mit einem gewissen Stolz sagen, dass ich schon einmal an einem Schachturnier in Amsterdam teilgenommen habe.

Nach ein paar ruhigen und schönen Tagen wurde es am Montag nochmals richtig spannend – diesmal allerdings unfreiwillig. Die Heimfahrt mit dem Zug entwickelte sich zu einem kleinen Abenteuer: Fast hätten wir es bis Linz geschafft, doch eine verspätete Ankunft in München ließ uns den Anschlusszug nach Salzburg und Linz knapp verpassen.

Dank der tatkräftigen Unterstützung von Didi Mayr, vielen wohl bekannt als der sympathische Schiedsrichter vom Aschach Open, fanden wir jedoch rasch eine Lösung: Mit dem Zug ging es von München nach Passau, wo die Reise schließlich mit einer Autofahrt beendet wurde.

Insgesamt war es eine gelungene Exkursion, die uns nicht nur wertvolle Einblicke in das Unternehmen DGT verschafft hat, sondern auch mit zahlreichen unvergesslichen Erlebnissen aufwarten konnte. Neue Erkenntnisse, neue Eindrücke – und die eine oder andere unerwartete Wendung, die eine Reise erst zu einer richtigen Geschichte macht.

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